Pepe Lienhard

Der Widex-Botschafter für gutes Hören


Pepe Lienhard, was waren Ihre Beweggründe, für Widex, einen der weltweit führenden Hersteller von modernen Hörsystemen, Botschafter zu werden?

Als Musiker lege ich nicht nur in der Erzeugung von Musik viel Wert auf Qualität, sondern auch im Hören. Gut Hören ist wichtig. Ich möchte Betroffenen Mut machen, sich ihrem Problem zu stellen. Denn alleine für gute Musik lohnt es sich, das Hörvermögen mit einem Hörsystem zu unterstützen. Solche Überlegungen – sowie das Wissen um die Tabuisierung des Themas Hörverlust – gaben den Anstoss, diese besondere Aufgabe zu übernehmen.

Was liegt Ihnen besonders am Herzen wenn Sie sich für dieses Thema engagieren?

Das Leben soll Freude machen. Aus Scham ziehen sich viele Menschen mit einer Hörminderung zurück und verschliessen sich komplett. Es ist mir als Botschafter von Widex ein grosses Anliegen, dass jeder voll und ganz am sozialen Leben teilnehmen kann.

Pepe Lienhard

In Ihrem Beruf sind Sie auf ein funktionierendes Gehör angewiesen, aber gleichzeitig sind Sie enormen Lärmfaktoren ausgesetzt. Wie schützen Sie sich vor diesen?

Heutzutage ist die Aufklärung bezüglich Hörschäden viel ausgeprägter, was dazu führt, dass sich die jungen Musiker ihrer Eigenverantwortung bewusst sind und ihr Gehör mit einem professionellen Gehörschutz schonen. Ich hingegen zähle noch zur älteren Generation, welche die Risiken einer Hörminderung nicht so bewusst wahrgenommen hat.

Hörminderung ist ein weit unterschätztes Thema. Wie gedenken Sie als Botschafter die Gesellschaft für dieses Thema zu sensibilisieren?

Ich hoffe, mit meiner Botschaftertätigkeit die Wichtigkeit guten Hörens vermitteln zu können. Gerade für Musiker ist ein gutes Gehör das A und O.

Vielen Betroffenen ist es unangenehm, sich dieser Problematik zu stellen, da sie im Glauben sind, ein Hörsystem könne ihnen Imageschäden zufügen. Was halten Sie von dieser Einstellung?

Ich glaube nicht, dass es eine Frage des Images ist. Vielmehr geht es hier um Eitelkeit. Viele Menschen möchten nicht mit einer «Behinderung» wahrgenommen werden. Zudem wird ein Hörgerät gerade von der älteren Generation mit «alt werden, alt sein» assoziiert, was sich die meisten ungern eingestehen.

Pepe Lienhard

Was halten Sie von Aufklärung bezüglich Hörsinn und -schäden in einem Alter, in dem eigentlich noch keine Hörprobleme vorhanden sein sollten? Inwiefern kann man die Gesellschaft dazu bringen, die Klänge im Umfeld zu schätzen und sich dementsprechend zu schützen?

Ich glaube, Hörprobleme sind nicht eine Sache des Alters, sondern ein Problem, welches vom Kindes- bis hin zum Erwachsenenalter auftreten kann. Frühe Aufklärung und Präventionsmassnahmen sind somit sehr wichtig. Hörminderung darf kein Tabuthema mehr sein. Der Mensch muss zu schätzen lernen, welch wertvolles Gut sein Gehör ist. Als Musiker möchte ich, dass meine Musik von jedem Menschen gehört werden kann. Musik steckt voller Emotionen – und Emotionen braucht das Leben, oder?

Manche Menschen bemerken erst nach einiger Zeit, dass auch sie unter Hörprobleme leiden. Was raten Sie denjenigen, welche sich lange nicht eingestehen wollen, dass sie eine Hilfe hinzuziehen sollten?

Ich rate ihnen, sich bei einem Akustiker testen zu lassen. Dann erhält man zwar die Fakten schwarz auf weiss, jedoch erlebt man auch, welchen Unterschied ein Hörsystem ausmachen kann – und gut Hören wird plötzlich wieder wichtig.

Pepe Lienhard

Kennen Sie in Ihrem Umfeld Personen, die unter Hörminderung leiden und sich dies nicht eingestehen möchten? Wie reagieren Sie auf diese Einstellung als Botschafter von Widex Hörsystemen?

Sicher, ich kenne sogar mehrere Personen. Diese befinden sich zudem meist in leitenden Positionen und müssen tagtäglich Sitzungen durchführen. Bestimmt nicht immer einfach, wenn man sich ständig auf die Gespräche konzentrieren muss. Als Botschafter für Widex Hörsysteme werde ich nun vermehrt versuchen, meinen Bekannten in sensiblen Gesprächen die Wichtigkeit guten Hörens aufzuzeigen.

Viele ältere Menschen haben eine gewisse Hemmung, sich auf ein Hörsystem einzulassen, da Ihnen das Flair für technische Geräte fehlt. Ist Ihrer Ansicht nach das Tragen von Hörsystemen wirklich komplizierter als das einer Brille?

Etwas komplizierter, ja... Aber es lohnt sich. Ich glaube, bei der älteren Generation existieren nach wie vor sehr viele Vorurteile gegenüber Hörsystemen. Früher wurde oft kritisiert, dass die Geräte im Ohr pfeifen. Doch mit der heutigen Technologie der Widex Hörsysteme bemerkt man die Geräte kaum noch.

Pepe Lienhard

Können Sie sich eine Welt ohne Geräusche vorstellen? Gäbe es Geräusche, welche Sie vermissen würden, wenn Sie selbst an Hörverlust oder Hörminderung leiden würden?

Nein auf keinen Fall. Gut verzichten könnte ich aber auf Industrie- und Verkehrslärm... Und auf schlecht gespielte Musik (lacht). Was ich vermissen würde? Ganz klar die Musik und – als Hobby-Ornithologe – die schönen Vogelstimmen.

Hörproblematik beeinflusst nicht nur den Leidenden selbst, sondern hat auch grosse Auswirkungen auf dessen Umfeld. Wie können die Vertrauten dem Betroffenen beistehen und ihm mehr Lebensqualität bieten?

Das Umfeld kann den Betroffenen Unterstützung bieten, indem es ihm zu verstehen gibt, dass das Tragen eines Hörsystems keine Schwäche darstellt und es den Vertrauten lieber ist, wenn sie besser verstanden werden.

Was möchten Sie als Botschafter von Widex Hörsystemen der Gesellschaft zum Schluss noch mit auf den Weg geben?

Gut Hören ist wichtig und unerlässlich für ein harmonisches Zusammenleben mit seinen Mitmenschen.

Pepe Lienhard